Zentralplatz / Forum Mittelrhein |
Bauarbeiten am Zentralplatz / Forum Mittelrhein
Modell des Forum Mittelrhein im Mittelrhein-Museum
Das 'Loch' im Dezember 2008
altes Hertie-Kaufhaus im Mai 2009
altes Hertie-Kaufhaus im November 2009 mit Werbeplakat 'Forum Mittelrhein'
altes Hertie-Kaufhaus im August 2010
altes Hertie-Kaufhaus im August 2010
Zentralplatz im August 2010
Abbrucharbeiten im August 2010| Seit Mitte 2007 klafft in der Innenstadt ein Loch
- der Zentralplatz. Der Zentralplatz stellt damit seit vielen Jahren ein
wesentliches Problemfeld in der Stadtstruktur von Koblenz dar. Der am Schnittpunkt
der historischen Altstadt, dem Schlossbereich mit der Rheinpromenade, sowie
den belebten Einkaufszentren an der Löhr- und Schloßstraße
gelegene Platz kann seine ihm natürlich zukommende bzw. zugewiesene
Funktion als Gelenk im Fußwegesystem und als städtisches Zentrum
mit Aufenthaltsqualität zunehmend weniger erfüllen. Im Jahr 2000 hat die Stadt Koblenz in der STRABAG Real Estate GmbH einen Partner gefunden, der gemeinsam mit der Stadt über mehrere Jahre hinweg ein Nutzungsprogramm für den Zentralplatz entwickelt hat, das seinen Schwerpunkt auf die Bereiche Kultur, Bildung, Tourismus und Handel setzt. Mit breiter politischer Mehrheit wurde im Rat ein hochkarätig besetzter Architektenwettbewerb für das sogenannte Forum Mittelrhein beschlossen und im Januar 2008 durchgeführt. Im September 2007 hat STRABAG die ECE mit an Bord geholt. Inhaltlich und konzeptionell knüpfen die Investorenpartner dabei nahtlos an die bislang bekannten Eckwerte des Projektes an und entwickeln seitdem gemeinsam das Forum Mittelrhein Koblenz. |
| Geplant sind: 20.000 m² Verkaufsfläche Einzelhandel inklusive einzelhandelsnahe Dienstleitungen, zuzüglich Gastronomie ca. 80 bis 90 Geschäfte (geplant sind zu ca. 50% Modeläden, 10% Gastronomie) 10.000 m² Fläche für kulturelle Nutzungen (Mittelrhein-Museum, Mediathek, Präsentations- und Informationszentrum Mittelrhein, Touristinfo) insgesamt ca. 6.000 m² großzügige öffentliche Platzfläche; 1.500 m² Freifläche können für Veranstaltungen (bis 2.500 Personen) oder den Wochenmarkt genutzt werden • 750 Parkplätze • Gesamtinvestition ca. 180 Millionen Euro |
Entwurfsansichten des Forum Mittelrhein |
||
Entwurf der Architekten Benthem Crouwel aus Aachen |
Blick aus Richtung Altlöhrtor ![]() |
Blick aus Richtung Pfuhlgasse ![]() |
Zentralplatz 2007 ![]() Visualisierung Endzustand 2012 |
Blick aus Richtung Görgenstraße ![]() |
Blick aus Richtung Gymnasialstraße ![]() |
Innenansicht ![]() |
||
Beim Bau des Forum Mittelrhein geht es darum, die Koblenzer Innenstadt zu revitalisieren. Kultur, Bildung, Tourismus und Freizeit sollen das Einkaufserlebnis ergänzen. Das Nachbargebäude - der in weiß gehaltene Kulturbaustein - wird eine zeitgemäße Bücherei enthalten. Ebenfalls untergebracht wird hier das Mittelrhein-Museum. Der Platz zwischen den beiden Gebäuden - zusammengefasst ca. 6.000m² Fläche - kann vielschichtig genutzt werden. Auf ca. 1.500m² Fläche können Veranstaltungen für bis zu 2.500 Menschen stattfinden. Eine kleine Grüninsel und ein Wasserspiel runden den Platz ab und schirmen die Besucher von dem Verkehrsraum ab. Das Forum Mittelrhein soll das Löhr-Center - ebenfalls unter der Betreibergesellschaft ECE - nicht 'kanibalisieren' sondern sinnvoll ergänzen. Dem Löhr-Center wird die Gelegenheit geboten sich inhaltlich zu modernisieren und die Erweiterungsmöglichkeiten mit dem Forum Mittelrhein zu nutzen, die im Löhr-Center nicht möglich wären. Zirka zehn Prozent der Mietfläche stehen im Erdgeschoss imm Innen- und Außenbereich für die Gastronomie zur Verfügung. Ein großer Teil der Mietfläche wird mit Geschäften aus dem Textilbereich belegt, der Rest besteht aus einem vielfältigen Mietermix aus den Bereichen Hartwaren, Gesundheit, Dienstleistungen und Lebensmittel. Umsatzprobleme sehen die Betreiber nicht. Gutachten zufolge - das Oberzentrum Koblenz mit 107.000 Einwohnern, das Einzugsgebiet mit ca. 800.000 Menschen und weit entfernte, benachbarten Großstädte - ist eine gesunde Nachfragestruktur vorhanden. Das Projekt soll der Stadt Koblenz das an Geschäften zurückgeben, was sie in den letzten 20 Jahren verloren hat. Eine Gefahr für die Altstadt mit Gastronomie und touristischen Angeboten sehen die Macher des Forums nicht gefährdet. Im weißen Kulturbau werden Mittelrhein-Museum, Stadtbibliothek und die Koblenz-Touristik jeweils einen eigenen Bereich bekommen. Die Nutzungen sind mit einem gemeinsamen Foyer von ca. 550m² miteinander verbunden. Dem Museum stehen auf drei Etagen rund 2.500m² für Dauer- und Wechselausstellungen und der umfangreichen grafischen Sammlung zur Verfügung. Die neue Stadtbibliothek wird auf 4.100m² Angebote der Jugend- und Erwachsenenbibliothek sowie der Mediathek, dem Archiv und weiterer Literatur- und Medienangebote auf vier Etagen bereithalten. Die Bereiche (ca. 1.350m²) der Koblenz-Touristik bestehen aus einer Informationstheke im Erdgeschoss und aus einem Ausstellungsbereich des Präsentations- und Informationszentrums für das UNESCO Welterbe Mittelrheintal im Erd- und Untergeschoss. Bei Bedarf steht die Wechselausstellungsfläche des Museums auch dem Informationszentrum zur Verfügung. Das Foyer mit seinem 32m hohen Lichthof kann mit 600 Sitzplätzen bestuhlt werden. Ein gläserner Panoramaaufzug für 25 Personen befördert Besucher bis zur Aussichtsterasse auf der Dachterasse. Teile der Dachterasse sind durch Glaswände abgetrennt - sie stehen den Besuchern der Bibliothek als Leseraum zur Verfügung. Alle Bereiche im Kulturbau sollen barrierefrei erreichbar sein. Im Sommer 2010 soll das alte Hertie-Kaufhaus und die Tiefgarage zurückgebaut werden. und bis zum Herbst hin der Hochbau starten. Nach 24 Monaten Bauzeit soll der Bau abgeschlossen sein. Während der Bauzeit fallen die Parkplätze der Tiefgarage weg, dafür gibt es Ausweichparkplätze in der neuen Tiefgarage am Schloss. Am Forum Mittelrhein werden nach Abschluss der Baumaßnahmen und der Eröffnung im Herbst 2012 750 neue Parkplätze zur Verfügung stehen. Während der BUGA 2011 ist durch die Baumaßnahmen am Zentralplatz mit Behinderungen im Straßenverkehr zu rechnen. Aufgrund Normenkontrollklage eines Eigentümers eines angrenzenden Wohn- und Geschäftshauses wurde der Bebauungsplan für den Zentralplatz teilweise außer Vollzug gesetzt. Beanstandet wurden die geplanten 4 Stockwerke des Einzelhandelgebäudes - laut Baunutzungsverordnung sind nur 3 Stockwerke zulässig. Die Stadt beabsichtigt nun, wie vom Gericht vorgegeben, eine maximale Geschossflächenzahl von 3,0 festzusetzen. Die Höhe von 6 Stockwerken des Kulturbaus sieht das Oberverwaltungsgericht allerdings wegen der Nutzung zu kulturellen Zwecken als gerechtfertigt an. |